Einladung zur Lesung: Bordeaux und die Aquitaine im Zweiten Weltkrieg

Welche Karrieren machten NS-Täter nach 1945 in Deutschland? Gerhard Bökel liest in Steinbach aus seinem Buch "Bordeaux und die Aquitaine im Zweiten Weltkrieg" und zeigt am Beispiel Hans Luthers, wie Täter trotz schwerer Verbrechen in hohe Ämter gelangten.

NS-Täter in Nachkriegsdeutschland

Gerhard Bökel liest aus “Bordeaux und die Aquitaine im Zweiten Weltkrieg” in Steinbach

Mit bundesdeutschen Nachkriegskarrieren von Tätern aus der NS-Zeit beschäftigt sich vor allem nur heute noch die historische Forschung, weil 80 Jahre nach Kriegsende viele meinen, das sei kein Thema mehr. Das Gegenteil ist der Fall. Gerhard Bökel, ehemaliger hessischer Innenminister, Autor und Journalist hat sich vor Kurzem in seinem jüngsten Buch "Bordeaux und die Aquitaine im Zweiten Weltkrieg" mit Tätern dieser Art beschäftigt. Die Europa-Union Hochtaunus konnte ihn jetzt für eine Lesung mit anschließender Diskussion gewinnen, die am Dienstag, 9. September, ab 19 Uhr im Bürgerhaus in Steinbach stattfindet. Bürgermeister Steffen Bonk, der die Veranstaltung unterstützt, wird auch anwesend sein.

An diesem Abend schildert Bökel vor allem die Untaten des damaligen Polizeikommandanten und späteren hessischen Richters Hans Luther, der in der Region Bordeaux und Aquitaine während des Krieges in den Lagern der deutschen Besatzung für Massenerschießungen und die Deportation von Juden und Jüdinnen verantwortlich war.

Beruflich wurde er nach dem Krieg zunächst Landesgerichtsrat in Limburg.

Der Eintritt ist kostenfrei.