Eine Reise nach Europa mit viel Programm

Unsere dreitägige Busfahrt nach Antwerpen und Brüssel Mitte März 2014 war eine sehr erfolgreiche kulturelle und europapolitische Reise, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Hochtaunus eine einmalige Mischung aus Sightseeing und Informationen zur Lage und Zukunft der Europäischen Union bot. Mit dabei war auch die Gewinnerin des Europaquizzes, das wir auf dem Europatag des Hochtaunuskreises 2013 durchgeführt haben. Auch dieses Jahr wird es das Europaquizz erneut auf dem Europatag am 10. Mai in Wehrheim geben. Dem Sieger oder der Siegerin winkt wieder eine Reise für zwei Personen.

Die Reisegruppe in der Hessischen Landesvertretung in Brüssel

Während der Rundgang in Antwerpen mit dem alte Zentrum einen Einblick in das Bauen des 17. und 18. Jahrhundert bot, konnten wir in Brüssel bei einer Rundfahrt das "andere" Brüssel kennenlernen. Unser bemerkenswerter Stadtführer bot nicht nur einen Einstieg in die Architektur Ende des 18. Jahrhunderts mit ihren soziokulturellen Besonderheiten, sondern auch in die soziale und industrielle Entwicklung des Stadtstaates Brüssel. Wer weiß schon im übrigen, dass Brüssel aus 19 Kommunen besteht, die ganz unterschiedliche Gesichter haben.

Der Besuch im Europäischen Parlament war dieses Mal geprägt von zwei Besuchen unserer hessischen MdEPs. Zunächst waren wir bei Thomas Mann MdEP und danach bei Dr. Udo Bullmann MdEP. Beide zeichneten sich dadurch aus, dass sie auf die Wichtigkeit der bevorstehenden Wahl zum EP am 25. Mai 2014 hinwiesen. Nach der Streichung der 3% Klausel bei den Wahlen durch das Bundesverfassungsgericht sei nun auch der Einzug der Europaskeptiker in höheren Zahlen wahrscheinlich. Es sei jetzt die Aufgabe der pro-europäischen Parteien, die Bürgerinnen und Bürger darauf hinzuweisen, was eine Abkehr von der Europäischen Union bedeute. Mehr als 60 Jahre Frieden in Europa seien ein wichtiges Gut, das man verteidigen müsse. Ebenso gelte es in der globalen Welt, die Stimme Europas zu stärken, indem die EU  weiter zusammenwachse.

Informativ war auch das Gespräch in der neuen Landesvertretung Hessen im Eruopaviertel von Brüssel. Eine ausführliche Erläuterung durch einen sehr kompetenten Mitarbeiter der Landesvertretung brachte Erkenntnisse, warum diese "Botschaften" der deutschen Länder mitten im europäischen Machtzentrum sinnvoll sind. Informationen aus erster Hand, z.B. aus der EU-Kommission, helfen Hessen, sich auf zukünftige europäische Entscheidungen vorzubereiten und mitzudiskutieren.