Unsere viertägige und vielfältige Bahnreise nach Berlin – Nachbericht

Vom 10. bis 14. Juni unternahmen wir eine vielseitige viertägige Bahnreise nach Berlin mit Besuchen im Jüdischen Viertel, im Europäischen Haus, im Reichstagsgebäude und auf der Museumsinsel. Abgerundet wurde das Programm durch eine Dampferfahrt auf der Spree und gemeinsame Erkundungen, bevor es pünktlich zurück in den Taunus ging.

Aus dem Newsletter Juni-August 2025.

 

Plenarsaal des Bundestags

Trotz mehr als einstündiger verspäteter Ankunft konnten wir gerade noch unseren ersten Programmpunkt starten. Direkt um die Ecke von unserem Hotel befindet sich das Jüdische Viertel. Wir besuchten u.a. den alten jüdischen Friedhof, der als solcher von den Nazis völlig zerstört wurde. Ein weiteres Ziel war die “Neue Synagoge”. Auch dieses von den Nazis zerstörte Bauwerk wurde in alter Form wieder aufgebaut und leuchtet heute mit seiner goldenen Kuppel weithin über die Stadt.

Die europäische Komponente unserer Berlin-Reise konnten wir dann am zweiten Tag ins Auge fassen. In Sichtweite vom Brandenburger Tor liegt die “Botschaft” der Europäischen Union. Das "Europäische Haus" ist Sitz der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland und des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments. Es bietet auch viele Informationsmöglichkeiten für Europa-Interessierte. Wir waren angemeldet und hatten damit auch eine sehr interessante Lehrstunde über das Wirken der EU. Anschließend nahmen wir wie Abgeordnete an einer digitalen Sitzung des Parlamentes im fast 360 Grad- Verfahren teil. Von der europäischen Politik wechselten wir anschließend auf die Bundesländerebene. Auf unserem weiteren Gang durch Berlin kamen wir zunächst zum Holocaustdenkmal und danach in das "Ministergärten"-Viertel, wo sich mehrere Vertretungen unserer Bundesländer befinden. Wir konnten so die saarländische Ministerpräsidentin sehen, die gerade aus ihrer Landesvertretung herauskam, um zu ihrem mit Blaulicht wartenden Wagen zu gehen. Wir winkten uns fröhlich zu! Als nächstes passierten wir das Gebäude von Rheinland-Pfalz, das unserer Vorsitzenden Hildegard Klär zwei Jahre lang einen Arbeitsplatz bot. Von der "Länderebene" ging es geradewegs zum Bundestag, genauer gesagt zum Reichstagsgebäude, welches wir fast zwei Stunden lang erleben konnten. Zunächst der Besuch des Plenarsaales zusammen mit ca. 400 Schülerinnen und Schülern und einem hervorragenden Erklärer, der – dem Raum angemessen – in dunklem Anzug mit Schlips und Kragen erläuterte, wie der Bundestag funktioniert und welche Personen wo sitzen. Anschließend kamen wir bis hinauf in die Kuppel über dem Plenarsaal mit einem faszinierenden Rundblick über Berlin.

Mehr Bilder von der Berlinreise finden sich auf Facebook.

Ein leicht zu erreichender Punkt in unmittelbarer Nähe zu unserem Hotel war die Museumsinsel und der Berliner Dom, beide nicht einmal 10 Minuten zu Fuß entfernt von unserem sehr schönen Hotel. Alle Teilnehmenden konnten am dritten Tag ihren Museumswunsch erfüllen. Wer einen solchen nicht hatte, der konnte andere interessante Punkte wie das Humboldt Forum besuchen oder einfach spazieren gehen.

Eine Reise, die ist lustig, eine Reise die ist schön. Kennt noch jemand das Lied von den Matrosen, die man an der Reling stehen sehen kann? Auch ohne lustige Seeleute hätte unsere zweieinhalbstündige Dampferfahrt auf der Spree nicht schöner sein können. Dazu mit erfrischendem Fahrtwind und einem glasklaren Himmel. Wer nicht auf dem Oberdeck sitzen wollte, konnte das gemütliche, relativ kühle Unterdeck genießen und u.a. einen Cocktail trinken. Wir lernten während der Fahrt mindestens drei sehr untershiedlichen Berliner Viertel kennen. Außer dem alten historischen Teil, kam auch ein großes, ziemlich neu aufgebautes Wohnviertel in Sicht, das direkt am Humboldthafen und ein Stück in den Westhafenkanal lag. Eher eintönig war das lange, auch am Kanal gelegene alte Industriegelände, das noch auf Erneuerung wartet.

Am Tag 4 nutzten wir die letzten Stunden unseres Aufenthaltes für eine Fahrt zum Bahnhof Zoo. Nach kurzen Gängen über den Kudamm oder zum KaDeWe besuchten wir abschließend gemeinsam die Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche und die Neue Kirche gegenüber. Danach ging es nochmal mit der S-Bahn zurück zum Hotel, um das Gepäck abzuholen. Pünktlich um 13 Uhr verließ unser Zug den Berliner Hauptbahnhof in Richtung Frankfurt.

Ein herzliches Dankeschön von allen an Hildegard Klär für die umfassende Planung und Vorbereitung dieser sehr interessanten und schönen Studienfahrt!

Ein Nachtreffen fand am 26. Juni in der Stadthalle Oberursel statt, um zunächst gemeinsam eine von Hartmut Klein zusammengestellte Dia-Show mit Berlin-Bildern von unserer Studienfahrt zu sehen und danach in gemütlicher Runde den Abend ausklingen zu lassen.

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